Adrian & seine Geschwister
Von der Müllkippe in’s Fotostudio
Von der Müllkippe in`s Fotostudio!
Wie der Zufall so spielt, Ostersamstag 12h wird ein Hänger mit Papier und Pappe noch eben im
Abfallzentrum abgekippt. Es springt eine weiße Katze in Panik davon. Man findet zwischen Papier und Pappe
sechs frisch geborene Welpen, leider wurden drei der kleinen Katzenkinder, wahrscheinlich während des
Transportes erdrückt.
Aber drei waren am Leben, über Umwege wurde die KATZENHILFE informiert, wir starteten gegen 16h,
ausgerüstet mit Wärmebox und allem was dazu gehört zum ABFALLZENTRUM.
Nach stundenlangen Suchen und Futterschüssel aufstellen taucht eine langhaarige weiße Katze auf, die
abgemagert, schmutzig, aber total zutraulich ist, fällt über die gefüllte Schüssel her, nimmt noch ein paar
Schmuseeinheiten mit und verschwindet unter einem riesigem Schrotthaufen.
Was machen wir jetzt ?
Lebendfalle aufstellen ?? Das ist unmöglich, die Mutter fangen und ihre Babys bleiben hilflos zurück. UNMÖGLICH!
Wir entschließen uns, ein warmes Lager zu schaffen, also einen Korb mit Decke bereit zu stellen, daneben nochmals eine gefüllte Futterschüssel und eine Wasserschale.
Die Katzenmutter kommt wieder --- sie muss wieder kommen!!! Wir wünschen es uns so sehr! Das wird geschehen, wenn alles ruhig ist und wir aus der Riesenhalle
verschwunden sind.
Herr Ohm wird am Ostermorgen nach schauen, ob die Futterschüssel geleert ist und wie schön wäre es dann zusehen, Mama und Babys liegen im Korb !
Vielleicht nimmt die Kätzin das Lager an.
Der Ostersonntag, das Telefon bleibt still. Was tut sich im ABFALLZENTRUM ? Die Zeiger der Uhr rutschen nur ganz, ganz
langsam weiter. DA – es klingelt 17h - unendliche Stunden sind vergangen, die Nachricht – KATZENMUTTER und Babys nach
vierstündiger Rettungsaktion in Sicherheit.
Herr Sibilsky und Helfer haben fast Unmögliches geschafft, indem sie den Schrotthaufen abgetragen und riesige Teile zersägt
haben. Unter die Metallteile gekrochen sind und die erschöpfte Katzenmutter mit ihren drei noch lebenden Welpen hervor
geholt haben.
Unvorstellbar ---was wäre den Tierfreunden geschehen, wäre diese schweren Metallteile in`s Rutschen gekommen ??
Die kleine Katzenfamilie findet einen liebevollen Pflegeplatz in Wenden bei Familie Sibilsky. Mutter erholt sich und kann ihren
Nachwuchs „ ERZIEHEN „ zwei weiße und ein schwarzes Baby. Die Bande wird von Woche zu Woche lebhafter, „futtern wie die
Scheunendrescher und gehen über Tisch und Bänke“.
Die zauberhaft schöne Katzenmutter hat einen Namen bekommen Lilly, ein Besuch bei der Tierärztin steht an, die
Katzenkinder werden geimpft und im Wartezimmer lernt man Britta Stahl kennen, die ihr Hobby zum Beruf gemacht hat und
von den Tieren sofort begeistert ist.
„ Die möchte ich fotografieren“, ein Termin steht ganz schnell fest.
Die Katzenfamilie von der MÜLLKIPPE im FOTOSTUDIO!
Wunderschöne Fotos sind das Ergebnis, an dieser Stelle ein DANKESCHÖN an Frau Stahl .
In der Zwischenzeit, wie der Zufall so spielt, kam bei der KATZENHILFE ein Hilferuf an, in Olpe streunert seit zwei Jahren
ein schneeweißer Kater herrenlos, genau in der gleichen Gegend herum, wo vor Wochen der Hänger stand und die weiße Katze
mit den langen Haaren, Schutz gesucht und ihr Wurflager eingerichtet hat.
Ist das der Vater? Mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit, ja!!
„Väterchen“ wurde mit der Lebendfalle nach drei Tagen und drei Nächten eingefangen. Abgemagert auf Haut und Knochen war der bildschöne Kater, er wurde sofort
tierärztlich versorgt, kastriert und von über 30 Zecken befreit. Gegen Bandwurm und Spulwürmer musste er behandelt werden. Er sitzt nun 11 Wochen in
„GEFANGENSCHAFT“, hat sich prächtig erholt und wartet auf ein zu Hause, bei Menschen, die ein wenig Geduld mit ihm haben.
Väterchen wird jetzt liebevoll „CASANOVA“ genannt! Ein Traumkater!!!
Wir haben nämlich gehört, dass es in dieser Gegend noch einige weiße Katzenkinder und Kindeskinder gibt!!!
Zurück zur Katzenfamilie, es ist die Zeit des Abschieds gekommen, „Mütterchen wird nach Drolshagen vermittelt, das weiße langhaarige Mädchen findet liebevolle
Aufnahme in einer Familie, in der schon zwei kätzische Artgenossen leben.
Der „schwarze Außenseiter „ inzwischen ein prächtiger kleiner Kater, ebenfalls langhaarig, bleibt im Hause, wo die Kinderstube war. Und ADRIAN, der es faustdick
hinter den Ohren hat und „Väterchen“ wie aus dem Gesicht geschnitten sieht, zieht bei Christa ein. Leider, ach wie traurig, der kleine Kerl ist taub. Er hat ein blaues
und ein grünes Auge. Die Natur hat ihr Recht verlangt, die Gene --- weiß und weiß gepaart, aber das an anderer Stelle.
Und wie sagt man ? Aus Kindern werden Leute !
Und aus Kätzchen werden Katzen, die nun schon KASTRIERT sind.
Wir bedanken uns bei
Britta Stahl für die
wunderschönen Bilder
die sie uns hier zur
Verfügung gestellt hat.
Mehr Ihrer Fotos
gibt es hier:
http://bsfotografie.repage7.de